Weltbild-Verlag und Filialen wohl gerettet!

 

Nach der Insolvenz der Verlagsgruppe Weltbild (der JdB Blog berichtete hier: http://tinyurl.com/m39uch5 ) scheinen nun Verlag und Buchhandelsfilialen gerettet:

In einer Pressemitteilung vom 12. Mai 2014 heißt es: „Weltbild kann als Ganzes erhalten bleiben. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und der Münchner Finanzinvestor Paragon Partners GmbH haben einen entsprechenden Vorvertrag unterzeichnet. Danach werden sämtliche Betriebsteile, also auch das Filialgeschäft sowie die Auslandsgesellschaften in Österreich und der Schweiz, in eine neue Gesellschaft überführt. Paragon wird in diese im Rahmen einer Kapitalerhöhung investieren und als Mehrheitsgesellschafter Weltbild maßgeblich führen und aufbauen. Dies soll voraussichtlich noch im Laufe dieses Monats erfolgen. Der Insolvenzverwalter bleibt, stellvertretend für die Gläubiger der Verlagsgruppe, als Minderheitsgesellschafter beteiligt.“

Somit scheint der vermutete Todesstoß durch die eingestellte Finanzierung des Verlags durch die katholische Kirche abgewendet. Ein Sparkurs wurde jedoch schon eingeleitet: Es werden bundesweit über den Zeitraum von einem Jahr insgesamt 53 Filialen von insgesamt 220 geschlossen, die ersten 24 Filialen im Juli 2014. Von den Schließungen sind 293 der insgesamt rund 1.300 Mitarbeiter betroffen. Die Einrichtung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft sowie zahlreicher weiterer Sozialleistungen sei jedoch vereinbart worden, hier seien die Laufzeit der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft wie auch die weiteren Sozialleistungen außergewöhnlich hoch.“, heißt es in einer anderen Pressemitteilung.

Die Insolvenz verlief doch erstaunlich schnell, nach dem Insolvenzantrag im Januar scheint nun schon Anfang Mai alles in trockenen Tüchern zu sein. Sollte der Investor seine Versprechen wahr machen, könnte Weltbild mit diesem Käufer noch sehr gut bedient sein, da andere Konkurrenten wie z.B. Thalia als Käufer die Weltbild-Gruppe sicherlich zerlegt und den Markennamen Weltbild ausgelöscht hätten.

 

Die Ereignisse:

  • 10. Januar: Die Verlagsgruppe Weltbild stellt einen Insolvenzantrag
  • 21. Februar: Erste strukturelle Veränderung, um die Chancen für eine Gesamtsanierung von Weltbild zu verbessern: Das Weltbild-Filialgeschäft wird aus dem Vertriebsverbund DBH (Gemeinschaft von Weltbild und Hugendubel) herausgelöst. Alleiniger Gesellschafter von Weltbild Plus wird die Verlagsgruppe Weltbild. Alleiniger Gesellschafter der DBH wird Hugendubel.
  • 28. April: Erste Filialschließungen werden bekannt gegeben
  • 12. Mai: Weltbild hat als Ganzes einen Käufer gefunden

 

>>> Weitere Informationen:

http://www.weltbild.com/presse/pressemitteilungen/

 

 

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