Kampf für Einweg-Getränkeverpackungen: ALDI, Lidl, Pepsi u.a. gründen Lobbyverband

 

Lobbyverbände gibt es einige. Doch demnächst könnte ein ganz besonders ungewöhnlicher Verband entstehen, bei dem vor allem die (Gründungs-)Mitglieder sofort ins Auge fallen und zusammen ein interessantess Bild abgeben. Bund Getränkeverpackungen der Zukunft (BGVZ) soll dieser Lobbyverband zukünftig heißen.  Zu den Gründungsmitgliedern gehören laut „Handelsblatt“ die Discounter ALDI (ob nur Aldi Nord/nur Aldi Süd oder beide wird nicht genannt) UND, unglaublich aber wahr, erstmals gibt es eine Zusammenarbeit von ALDI mit dem Konkurrenten Lidl, zumindest was diesen neuen Verband betrifft. Außerdem sollen noch der Lebensmittel-Großhändler Lekkerland, die Getränkehersteller PepsiCo (Pepsi Cola, Mirinda u.a.) und Red Bull sowie die Dosenhersteller Ball und Rexam dazu gehören. Und das soll Zeil des Ganzen sein: Das Ziel sei, eine „Diskriminierung“ von Einwegflaschen und Dosen zugunsten von Mehrwegflaschen zu verhindern, zitiert das Handelsblatt den Verband. Ein interessantes Ziel und ein voraussichtlich langwieriger Kampf gegen das Pfandsystem und gegen die politisch gewollte Bevorzugung von Mehrweggetränkeverpackungen, der mit diesem Verband sehr starke Mitstreiter findet.

 

>>> Hintergrund (Quelle: Spiegel Online):

 

„Die rot-grüne Bundesregierung hatte 2003 ein Pfand auf zahlreiche Einweg-Getränkeverpackungen eingeführt. Ziel war es, die Verbreitung dieser als umweltschädigend geltenden Verpackungen einzuschränken. Mittlerweile nutzen allerdings immer mehr Menschen Einwegverpackungen. Dazu führte auch, dass immer mehr Supermarktketten Getränkedosen nach jahrelanger Verbannung wieder in ihr Sortiment aufgenommen haben. Die Befürworter von Einwegverpackungen argumentieren, dass diese aufgrund der hohen Recyclingrate und ihrem geringen Gewicht besonders umweltfreundlich seien. Mehrwegflaschen würden hingegen oft quer durch Deutschland zum Wiederbefüllen gefahren – was die Umweltbilanz deutlich verschlechtere. Derzeit wird diskutiert, das Einwegpfand auf weitere Getränke- und Packungsarten auszuweiten. Auch eine zusätzliche Zwangsabgabe ist im Gespräch.“

 

JdB Blog / Quellen: Handelsblatt & Spiegel Online (30.10.2013)

 

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