Neues von Schlecker und IhrPlatz

In letzter Zeit ist es um die insolvente Drogeriemarktkette Schlecker samt Tochterunternehmen zwar etwas stiller geworden, doch trotzdem gibt es noch Neues zu berichten. Der JdB Blog informiert sie kurz und knapp:

 

  • Schlecker will Familienvilla behalten: Nach Informationen von bild.de wolle die Familie das Haus in Ehingen vom Insolvenzverwalter zurückkaufen. Die Schlecker-Villa steht auf einem 7000 Quadratmeter großen Grundstück, das von einer zwei Meter hohen Mauer umgeben ist. Der Wert liegt bei rund acht Millionen Euro. Doch Schenkungen aus den letzten fünf Jahren werden nach deutschem Insolvenzrecht rückabgewickelt. Daher hat der Insolvenzverwalter nun die Möglichkeit, den Familiensitz meistbietend zu verkaufen. Weitere Interessenten gibt es bislang nicht.

                Schlecker-Villa in Ehingen / Quelle: bild.de

 

  •  IhrPlatz: Am letzten Mittwoch im August sind die letzten IhrPlatz- und Schlecker XL-Filialen geschlossen worden. Nun beginnt die Umstellung auf die Märkte, die die Filialen gekauft haben

 

  • Insolvenz:  Schlecker soll schon 2008 von der drohenden Zahlungsunfähigkeit seines Unternehmens gewusst haben und deshalb Geld beiseite geschafft haben, so der SPIEGEL.

 

  • Für die IhrPlatz-Mitarbeiter steht eine Transfergesellschaft in Aussicht: Knapp 40 Prozent der 3600 Beschäftigten von IhrPlatz können sich in einer Transfergesellschaft auf die Jobsuche vorbereiten. 1409 IhrPlatz-Mitarbeiter erhielten das Angebot, vom 10. September an für sechs Monate in die Beschäftigungsgesellschaft zu wechseln, teilte Insolvenzverwalter Werner Schneider am Dienstag mit. Dort erhalten sie 80 Prozent ihres letzten Lohns. Die 1033 Beschäftigten in „Mini-Jobs“ bei IhrPlatz gehen leer aus. Sie könnten aus rechtlichen Gründen nicht in die Transfergesellschaft wechseln, erklärte Schneider. Anders als bei IhrPlatz war eine Transfergesellschaft für Schlecker am Widerstand aus der Politik gescheitert.

 

Geschlossene IhrPlatz-Filiale

 

  • Gläubiger gehen leer aus: „Viel Geld werden sie nicht bekommen. Es ist für viele Gläubiger sicher eine Enttäuschung, aber mehr ist nicht drin“, sagte Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz der „Wirtschaftswoche“. Von den 22.000 Gläubigern gehen somit wohl viele leer aus, viel Geld sei bei dem Ausverkauf nicht verdient worden. Bei den Verkäufen der IhrPlatz-Märkte sei etwas mehr Geld herum gekommen.

 

  • Schlecker-Auslandsunternehmen fast alle verkauft: Die meisten der 12 000 Schlecker-Mitarbeiter im Ausland seien bereits untergebracht, so der Insolvenzverwalter Geiwitz. „Aber einzelne Auslandstöchter müssen wir noch verkaufen. Wir sind mit einem Investor in exklusiven Verhandlungen über das Spanien-Geschäft, und ich bin zuversichtlich, dass wir im Herbst eine Lösung präsentieren können.“ Für die Versandapotheke Vitalsana gebe es mehrere Interessenten. „Da bin ich ebenfalls optimistisch, dass wir in den kommenden Wochen eine Lösung haben.“

 

  • Eigenmarken & Immobilien kommen unter den Hammer: Einige der Schlecker-Eigenmarken würden nach der Pleite weitergeführt, sagte Geiwitz. Einen Käufer aus der Tabakbranche gebe es für die Zigaretten-Eigenmarke Commodore. Parallel kümmere er sich um die Veräußerung von Immobilien. „Dabei geht es um Schätzwerte im niedrigen dreistelligen Millionenbereich.“ Die Zahl der noch rund 300 Mitarbeiter in der Schlecker-Zentrale im schwäbischen Ehingen werde in den kommenden Monaten stark sinken. „Ende des Jahres werden wir uns dann überlegen, was wir mit der Immobilie machen.“

 

Schlecker-Zentrale: Das riesige Areal, von Anton Schlecker als „Schleckerland“ benannt, beherbergte einst die Machtzentrale des Schlecker-Imperiums und kommt nun wohl unter den Hammer

 

Anders als die zahlreichen anderen Eigenmarken (sie tragen allesamt den Namen „AS“ (Anton Schlecker) ) hat ein Tabakunternehmen Interesse an dem Namen der Schlecker-eigenen Zigarettenmarke „Commodore“ angemeldet.

 

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In eigener Sache: Wegen technischer Probleme hat sich die Veröffentlichung der unter “Demnächst” angekündigten Artikel leider stark verzögert. Ich bitte dies zu entschuldigen.

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