+++ Razzien bei Schlecker: Staatsanwaltschaft ermittelt +++

Die letzten Filialen sind seit gut einem Monat geschlossen da kommt es für Firmengründer Anton Schlecker noch einmal dicke: Die Staatsanwaltschaft hat bei ihren Vorprüfungen Mitte Juni festgestellt, dass die Schlecker-Pleite mit möglichen Straftatbeständen in Verbindung steht. „In unserer Vorprüfung hat sich ein Anfangsverdacht bestätigt“, sagte Staatsanwältin Claudia Krauth.

Nun wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Untreue, Insolvenzverschleppung und Bankrott gegen Anton Schlecker und 13 weitere Beschuldigte eingeleitet.

Zudem kam es nach Angaben der Behörden seit dem Morgen zu Razzien im gesamten Bundesgebiet. Durchsucht wurden drei Firmenobjekte im Alb-Donau-Kreis und eines im Raum Osnabrück (vermutlich die IhrPlatz-Zentrale), zudem zwölf Wohnungen in Baden-Württemberg sowie jeweils eine Wohnung in Berlin, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Dabei seien rund 160 Ermittler im Einsatz gewesen.

Da die gesetzliche Grundlage nicht beim eingetragenen Kaufmann greift, bei der Rechtsform, unter der Anton Schlecker sein Unternehmen führte, richten sich die Ermittlungen in diesem Fall deshalb vermutlich nicht gegen das Mutterunternehmen „Schlecker e.K.“ sondern gegen die Tochterfirmen IhrPlatz und Schlecker XL.

 

Was droht Schlecker?

„Bankrott hängt als Straftatbestand eng mit einer Insolvenz zusammen. Wer „bei Überschuldung oder bei drohender oder eingetretener Zahlungsunfähigkeit“ beispielsweise Werte für die mögliche Insolvenzmasse verheimlicht oder verschwinden lässt, dem drohen bis zu fünf Jahre Haft oder Geldstrafe. Belangt werden kann auch jemand, der die Bücher einer Firma nicht oder nicht ausreichend führt oder aufbewahrt.

Untreue kann vorliegen, wenn jemand die ihm anvertraute Macht missbraucht und die Pflicht zur Betreuung eines Vermögens verletzt. Bei einem Geschäftsführer kann das zum Beispiel der Fall sein, wenn er Firmenvermögen unter Wert verkauft. Auch hier drohen fünf Jahre Haft oder Geldstrafen.“ (Spiegel Online)

Informationen: spiegel.de

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