Penny erfindet sich neu

JdB Blog – Top-Thema XXL: Penny: Ein Discounter erfindet sich neu

LESEN SIE in diesem Artikel: „Penny erfindet sich neu“ und „Der neue Penny: REWE-Konkurrenz?“ – Ausschnitte aus einem Artikel auf Welt Online.

Penny erfindet sich neu

Erst im Juli diesen Jahres wurde die Krise bei der Rewe-Discounttochter Penny Markt öffentlich. Der Chef der Rewe-Group sagte wörtlich: „Mir ist egal, wie ein Penny-Markt künftig aussieht. Er muss nur voller Kunden sein“.

Und genau so ist es gekommen. Jedoch durch und durch positiv.

Die Vorgeschichte:

Wie ich bereits befürchtete wird derzeit ein ganz neues Konzept ausprobiert. Der allererste Testmarkt mit dem neuen Konzept wurde laut Welt Online im Juni in Düsseldorf eröffnet. Auch in Baden-Württemberg hat bereits ein „neuer“ Penny in Aalen eröffnet.

Der neue Penny: Beispiel: Penny Markt Velbert, NRW

Im nordrhein-westfälischen Velbert eröffnete gestern nach fünfmonatigem Umbau ein renovierter Penny Markt. Und man hat sich richtig Mühe gegeben. Schon von außen scheint man sich bei Penny erneuern zu wollen. Der braune Betonklotz im 70er-jahre Stil, der auch eine Reno-Filiale beherbergt, wurde komplett weiß gestrichen. Nun sieht es aus wie ein ganz neues Gebäude. Und innen geht es weiter.
Schon im Eingang merkt man es: Im Vorkassenbereich, für Penny unüblich, gibt es sowohl einen Kiosk als auch eine Bäckerei-Filiale. Der Gang zwischen Kiosk/Bäckerei und der Penny-Filiale ähnelt vom Aussehen her sehr dem der Vorkassenbereich eines Kaufland-Marktes. Hell, geräumig, weiß, und ein bisschen rot.

Nun aber zum eigentlichen Markt:

Sofort wenn man reinkommt, merkt man: Die Farben sind weg. Im neuen Konzept setzt Penny Markt nun auf schlichte Farben, weiß und schwarz dominieren den Markt.  Bis 2008 waren alle Märkte ziemlich kahl, auch damals waren Weiß und Rot an der Tagesordnung. Doch das änderte sich 2008. Jede Filiale wurde umgebaut, neues Konzept, neue Schilder, neue Farben. Nun gab es auf den Schildern viel Gelb und Rot, jede Wand war mit einer Fototapete beklebt.

Nur 3 Jahre später wieder ein neues Design. Die Wände weiß, daran graue Streifen aus Styropor. Dazwischen Überschriften wie „Brot & Kuchen“, jeder Buchstabe aus Styropor. Und auch Vieles andere ist grau oder schwarz. Vorher waren alle Regalreihen , die Halterungen für die Preisschilder und die Kühlregale rot, die Obstabteilung bunt, die Kassen gelb. Doch das war früher. Die Halterungen gibt es kaum noch, die Preisschilder hängen nun direkt an den Regalen (z.B. an den Aktionskörben). Alles ist schwarz, an der Obstabteilung nur noch ein Foto einer Holzkiste.

Die Einrichtung:

Vorher waren alle Regale, Tiefkühltheken und Aktionskörbe senkrecht ausgerichtet, die Regale ziemlich hoch. Dadurch wirkte der Markt klein, eng und unübersichtlich. Nun sind die Regale etc. schwarz gestrichen, die Regale deutlich niedriger und alles ist waagerecht aufgestellt. Die Gänge sind teilweise doppelt so breit wie früher, man hat eine viel bessere Übersicht, die nun viel längeren Kühlregale und alle anderen Regale ordentlich sortiert, nicht zu hoch. Die Obstabteilung ist nun deutlich größer, neben der Insel in der Mitte gibt es nun ein zusätzliches Regal an der Wand. Auch die Aufteilung ist neu. Vorher war jeder Markt gleich eingerichtet: Am Eingang: Auf der einen Seite Leergutautomat, Getränke (die Packungen aufeinander gestapelt), Obst & Gemüse, Aktionskörbe, auf der anderen Seite standen alle anderen Regale. Jetzt : Zuerst Süßwaren, dazwischen nichts, auf der anderen Seite die Getränke, und das ist neu: Nicht lieblos gestapelt sondern, wie in großen SB-Warenhäusern, in Regale gestellt, oben drüber gibt es jedes Getränk sogar als einzelne Flasche, drei Reihen hintereinander. Und die Aufstellung der Regale hat anscheinend einen Grund: „(…) „das schafft die Zwangsführung der Kunden ab, sie bewegen sich jetzt freier, können mehr Abkürzungen benutzen.“
Die Tiefkühltheken haben nun keine Regal mehr oben drüber sondern stehen frei, die Aktionskörbe sind besser geordnet. Auch auffällig: Im neuen Markt wurden die großen roten Schilder, die in älteren Märkten extra auf das „Erstmal zu Penny – Design“ umgeklebt wurden, fehlen nun fast völlig.

In diesem Jahr kam das neue Motto „Erstmal zu Penny“. Damit kam ein neues Design, sollte es das beschriebene Design sein, hat man nun endlich das Richtige gefunden. Weniger Farbe, bessere Ausrichtung der Regale, keine Fototapeten, das ist eine sehr gute Lösung.

Penny Markt hat sich mit diesem neuen Markt komplett von seinem alten Schmuddel-Discounter-Image gelöst, ist nun die perfekte Mischung aus Discounter und SB-Warenhaus. Urteil: Bloß weiter so!

Das Konzept: Alles gleich

Ich habe den Markt in Velbert mit den Fotos des Marktes in Aalen verglichen und mir fiel auf: Das Konzept ist bei beiden so komplett gleich umgesetzt, dass man die Märkte kaum auseinander halten kann so etwas sieht man nicht einmal in jedem ALDI, und ALDI ist dafür bekannt.

VIDEO: In Baden-Württemberg gibt es auch einen neuen Penny Markt, eröffnet im August. Hier die Bilder, so sieht der beschriebene Markt auch aus.

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Der neue Penny: REWE-Konkurrenz ?

Auszüge aus einem Artikel von welt-online.de:

„Das wird ein vollkommen anderer Laden“, sagt Kunath. Fragt sich nur, ob der Discount-Kunde das auch so haben will. (…) Bei Penny gibt es zudem die Gefahr der Kannibalisierung mit Rewe, wenn der Discounter zu sehr Richtung Supermarkt geht.“
„Wir brauchen noch vier bis sechs Wochen. Kann können wir zuverlässig beurteilen, wie die unterschiedlichen Ladentypen ankommen“, sagt Kunath, „das neue Konzept komplett auf das Ladennetz auszurollen, kann drei Jahre dauern“.

„Der neue Penny versucht es jetzt bei seiner Ladengestaltung mit Anleihen bei den teureren Supermärkten. Und will gleichzeitig mehr billige Eigenmarken in die Regale räumen. Das ultimative Erfolgs-Konzept allerdings hat das neue Team um den neuen Penny-Boss Jan P. Kunath noch nicht gefunden.“

Und die Krise: Auf die angebliche Krisenmeldung folgten harte Worte vom Rewe-Chef, doch im Artikel heißt es: „ Schließlich ist Penny nach den Supermärkten der zweitstärkste Umsatzbringer der Rewe. Zehn Milliarden Euro spielt Penny pro Jahr ein, darauf will keine Handelsgruppe verzichten.“ Aha, 10 Milliarden? Von wegen Krise!

Quelle:

http://www.welt.de/wirtschaft/article13448809/Discounter-Penny-will-raus-aus-der-Ramschecke.html

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