Aktuelles, Media Markt u.v.m.

Sonntag, 28.11.2010

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Schlecker will besser werden

Nachdem berichtet worden war, dass noch mehr Schlecker-Filialen geschlossen werden sollen, nun diese Nachricht: Schlecker soll besser, bunter, freundlicher werden. Die Kinder des Firmengründers
Anton Schlecker, Lars und Meike Schlecker, haben im Manager Magazin erstmals ein Interview gegeben. Um sich vom alten, muffigen Image zu trennen, wolle man die Märkte neu gestalten und sozialer mit den Mitarbeitern umgehen. Schlecker war zuletzt wegen der Schlecker-XL-Masche
in den Medien und beschäftigte damit sogar Politiker wie Merkel und Von der Leyen. Mitarbeiterinnen kleinerer Filialen wurden entlassen und zu niedrigeren Löhnen in der neuen Schlecker-XL GmbH wieder eingestellt, oder auch nicht.
Für eine XL-Filiale mussten mehrere alte Filialen schließen.
Die XL-Märkte sind größer, freundlicher, heller, schöner. Doch daneben existieren immer noch die engen blau-weißen Schlecker-Märkte. Doch denen soll es nach dem Willen der Schlecker-Kinder an den Kragen gehen. Auch sie sollen nach XL-Art aufgehübscht werden,
berichtet die FAS. Doch auch das neue Konzept mit der neuen Tochter-Firma ging nicht auf. Die Gewerkschaft Ver.di zählt 100 Schließungen im Monat, 3000 in den vergangenen 3 Jahren. Außerdem wollen die Kinder die Kommunikation verbessern, Anton Schlecker verbat es seinen Mitarbeitern in der Zentrale, mit den Medie zu sprechen.
„… dass Schlecker an einer neuen Strategie feilt, sich ganz neu erfindet, mit neuem Logo, neuem Design und neuerings gutbezahlten Mitarbeitern“, fasst es die FAS zusammen. Man wolle die Sortimente der Umgebung anpassen lustige Werbe-Aktionen einführen und und und.
Doch das alles gibt es schon längst bei den Konkurrenten mit „Wohlfühl-Faktor“ dm und Rossmann. „Da kann die Konkurrenz nur lächeln. Licht? Farbe? Themenwelten? Hallo? Haben wir längst!“, heißt es weiter. Über die alten Märkte schreibt die FAS: „Die düsteren Butzen mögen den Kunden nicht gefallen, aber sie liegen so praktisch um die Ecke“

Also zusammengefasst: Die Kinder von Anton Schlecker, wollen alles anders machen als ihr Vater und Firmengründer. Bessere Läden, besserer Umgang mit den Mitarbeitern, besseres Sortiment. Somit kommt auch ans Tageslicht, dass nicht alt und neu neben einander her existieren sollen, sondern vermutlich alle Märkte nach Schlecker-XL-Vorbild erneuert werden sollen.

Lesen Sie zum Thema „Schlecker XL“:

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) – „Die netten Schleckers von nebenan“

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Aldi wirbt und wirbt

Wie berichtet stellt der Discounter Aldi Nord seine eigenmarken immer weiter in den Mittelpunkt. Und es nimmt kein Ende. Neben den neuen Seiten (für jede Marke eine Unterseite unter „Marken exklusiv bei Aldi“) auf der Aldi-Website und riesigen Werbeplakaten in den Filialen wird nun auch in
wird nun auch die Werbung in den Zeitungen genutzt. In der WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) schaltete Aldi Nord an diesem Samstag eine ganzseitige Werbeanzeige. Auch unter dem Motto „Marken exklusiv bei Aldi“ werden die Eigenmarken „Solo“ (Papierprodukte),  „Tandil“ und „Una“ (Waschmittel) und „Moreno“ und „Markus“ (Kaffee) angepriesen. Unter den jeweiligen Unterpunkten „Dauerhaft niedrige Preise“ oder „Ausgezeichnete Qualität“ werden dann die Qualität und die Preise hervorgehoben, z.B.  „Tandil und Una: Die hohe Qualität dieser Marken wird von Stiftung Warentest immer wieder eindurcksvoll bestätigt.“ Auch die Anzeige an sich ist anders gestaltet als sonst. Noch verwunderlicher ist und bleibt aber, warum Aldi NOrd erst jetzt mit seinen Marken im positiven Sinne „angibt“. Bisher hat Aldi Nord mit seinen Eigenmarken immer hinter dem Berg gehalten und sie nie großartig beworben.  Aldi Nord war schlichtweg auch immer zu geizig dafür. Ob es mit dem Tod des Firmengründers Theo Albrecht zu tung hat ist eine Vermutung und eher unwahrscheinlich.

Der E-Postbrief in der Werbung

Zwar wurde es in letzter Zeit ruhig um die Problem des „E-Postbrief“ von der Deutschen Post, doch in der Werbung wird man davon immer noch verfolgt. Zwar radelt der Briefträger nur noch selten bis gar nicht durch die Werbung im TV, doch in Zeitungen und Internet ist er
sehr oft zu sehen. Am Beispiel der WAZ wird es deutlich. Fast jeden Tag schaltet die Post in dieser Zeitung eine ganzseitige Anzeige. An einem Tag wurde die kmplette Internetseite der Zeitung ins Post-Gelb gehüllt. Vermutlich im Zuge der Gleichberechtigung druckt die Post seit Kurzem nun zu dem Postboten auch eine Postbotin. Man will ja korrekt bleiben. Auch bei RTL ist die Deutsche Post gerne aktiv. Nicht nur, dass der Sport-Reporter Kai Ebel mit seinen
mangelnden Deutschkentnissen während eines Formel-1-Rennens den E-Postbrief bewarb, nein, nun wird der Brief auch noch in den „RTL Spendenmarathon“ eingeschmuggelt. Dort erhielt der Auktionator Harry Weinford ein Gebot natürlich per E-Postbrief in sein Postfach.
Somit pumpt die Deutsche Post weiterhin geschätzte Milliarden in die Werbung für die fehlerhafte „E-Mail für Geld“. Und angesichts der Tatsache, dass die Post währenddessen alle Postämter schließt und samstags keine Briefe mehr austragen lassen will um Geld zu sparen, ist es umso ärgerlicher, vor allem für die entlassenen Angestellten, dass im Gegensatz dazu haufenweise Geld für die Werbung eines Produkts verprasst wird, das sehr wenig genutzt wird.

Es weihnachtet sehr!

In einer Woche ist der 1. Advent und der 1. Dezember. Schon seit September gibt es Weihnachts-Süßwaren in den Supermarkt-Regalen. Und nun, kurze Zeit vor der offiziellem Weihnachtszeit-Beginn wirds in den Prospekten und Märkten richtig weihnachtlich. Adventskränze werden angeboten, Real startet seine Festtags-Prospektbeilage und einige werden dazu auch noch sehr kreativ.
Heißt es bei Burger King „Lasst uns froh und sparsam sein!“ (Werbung für Rabatt-Coupons), reimt sich die Getränkemarktkette trinkgut: „Vom Himmel hoch, da komm ich her, und muss Euch sagen, trinkgut erfreut mich sehr!“ Dieser Reim steht auf dem trinkgut-Adventskalender, den es zu ausgewählten Produkten dazu gibt. Aber auch andere Läden machen mit. Edeka freut sich auf den 1. Advent, bei Aldi Nord heißt es „Starke Bescherung!“ (Werbung für einen PC) und das Dänische Bettenlager verkauft schon seit 3 Wochen Weihnachtssachen bis zu 66 % reduziert. Und das noch vor Nikolaus.
Bilder dazu sehen Sie hier drunter in einer Collage!

PS: Auch der JdB Blog feiert natürlich mit! Ab dem 1. Dezember finden Sie hier eine tolle Sonderseite mit dem großen JdB Blog Adventskalender, Rezepten und mehr! Freuen Sie sich drauf! Dazu auch ein Reim: „Wer auf Weihnacht hat keinen Bock, der ist nicht richtig im JdB Blog!“

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JdB Blog TOP-Artikel:

Media Markt und Saturn

Über die neue Werbung – und die Preise

Vielleicht wissen Sie es: die Elektronikfachmärkte Media Markt und Saturn gehören beide zur Metro-Group. Bis zu den Werbespots mit Mario Barth und Alice Cooper erkannte man einen Zusammenhang zwischen den beiden Märkten nur an den meist identischen Prospekten und Preisen. Nun aber sieht man diesen aber auch im Fernsehen. Und das andauernd. Erst nahm Media Markt Mario Barth für seine Werbung unter Vertrag. Kurze Zeit später kippte Saturn seine alte Werbung, neue Spots und der altbekannte Werbespruch „Geiz ist geil!“ hatte ausgedient. Daraus wurde „Sternhagel günstig!“ Dafür holte man sich den Alt-Rocker Alice Cooper ins Boot. Eine Zeit lang bekämpften sich beide: Media Markt (also Mario Barth) lästerte in einem Spot über Saturn und umgekehrt. Und das, obwohl man zusammengehört und es wirklich keinen Unterschied gibt.

Jetzt wurde die Werbung wieder erneuert. Mario Barth ist von seinem Spruch „Dat is mein Laden!“ abgerückt und steht auch nicht mehr auf einer Bühne. Nun spielen die Spots in einem Media Markt und der Spruch aus Barths T-Shirt lautet jetzt „Einmal alles bitte!“. Und das im Rahmen der „Billiger geht so!“-Kampagne. Dem Spruch „Ich bin doch nicht blöd!“ tat aber auch dies keinen Abbruch. Im Gegensatz zu „Geiz ist Geil“. Auch bei Saturn gibt es eine Neuerung. Alice Cooper muss nun als Partner den Sänger Bill Kaulitz ertragen. Über den machen sich nicht nur die Monster in der Bar lustig, sondern auch ein Vogel: Kaulitz zum sprechenden Vogel: „Du kannst sprechen?“ Vogel: „Und du kannst singen?“ – Lachen –
Und auch eine Rivalität entfacht wieder, wenn auch diesmal weniger. In einem Spot ist eine kleine Lästerei eingebaut. Mario Barth sagt: „Mein Kumpel war in nem anderen Laden. Da wars sauteuer und auch gar nicht so geil.“ In Anlehnung an den ehemaligen Werbespruch des „Konkurrenten“ Saturn „Geiz ist geil!“.

Zu den Preisen: Media Markt und Saturn werben mit unschlagbar günstigen Preisen. Doch billiger geht keinesfalls so wie bei Media Markt und bei Saturn ist geizig sein unmöglich. Außer den Angeboten ist bei Media Markt und Saturn eigentlich alles deutlich teurer als z.B. im Internet. Fallen Sie nicht auf die Werbeversprechen herein! Die angeblichen Billig-Elektromärkte sind die Apotheken unter den Elektromärkten. Kleinteile zum Beispiel sind meist doppelt oder gar dreifach so teuer wie im Internet. Also: einfach online gehen und sparen!

Media Markt

Saturn

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