Lust auf Street View?/E-Postbrief mit Fehlstart

>>> NACHTRAG zu „E-Mail für Geld“ (16.08.): Der E-Postbrief, der ohnehin völlig überteuert ist, hat nun wohl auch noch einige Pannen. Die Stiftung Warentest testete auf „test.de“ den E-Postbrief. Die eingerichteten Testkonten wurden erst nach 6 Tagen freigeschaltet und es gibt einige weitere Fehler: Die 0,55 € können gar nicht bezahlt werden, denn „“Aktuell können nur volle Eurobeträge eingezahlt werden.“ Außerdem: Die Briefe laufen ins Leere „Verdrehte Postleitzahlen sind genauso möglich wie Briefe an imaginäre Personen in Kleinkleckersdorf.“, PDF-Anhänge kommen nicht an und die Post ändert das Layout des Briefes, „Der Absender kann kaum vorhersehen, was beim Empfänger tatsächlich ankommt.“ Also ein ganz toller Service der Deutschen Post. AB Oktober soll es sich aber angeblich ändern. Für 0,55 € schreibt man doch lieber eine normale, kostenlose, E-Mail, dort funktionieren Dinge wie Anhänge o.ä. Auch „test.de“ wundert sich über den Preis: „55 Cent kostet der Spaß. Ganz schön viel für ein System, das häufig hängen bleibt und lange lädt.“ Den ganzen Artikel und weitere Fehler der neuen „E-Mail für Geld“ unter http://www.test.de/themen/computer-telefon/schnelltest/E-Postbrief-Nicht-ausgereift-4123786-4123788/

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Nachdem der neue Online-Kartendienst „Street View“  von Google in der Presse und in der Öffentlichkeit in der Luft zerissen wurde, versucht Google nun mit der großen Anzeige „5 Fragen zu Google und Street View“ die Gemüter der Deutschen zu besänftigen. Jedoch beantwortet diese Anzeige nicht die Fragen, die sich eigentlich stellen sondern Fragen die man nicht unbedingt beantwortet haben will. Erst wird erzählt, was Google überhaupt ist und wie Google sein Geld verdient („Nein, nicht durch das Verkaufen von Daten!“) und Allgemeines zu „Street View“.

Erst Frage 5 von 5 beantwortet, halbwegs, die Frage „Inwieweit berührt Street View meine Privatsphäre?“ Die Antwort findet man jedoch schon seit Tagen in fast jeder Zeitung: Gesichter und Kennzeichen werden unkenntlich gemacht und wenn etwas vergessen worden sein sollte, kann man dies melden. Also: Nichts Neues.

Trotzdem denkt Google, dadurch alle Fragen beantwortet und alle Bürger zufrieden gestellt zu haben: „Wir hoffen wir konnten Ihre wichtigsten Fragen beantworten. Und vielleicht haben Sie nun Lust, Street View selbst auszuprobieren.“, heißt es zum Schluss.

Ja, Fragen die niemand gestellt hat, wurden umfangreich beantwortet. Danke, Google! Weitere Informationen finden Sie unter www.google.de/streetview

Karrikatur der WZ zum Thema Google Street View. (c) WZ, Harm Bengen

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