Bald geht’s los: Punkte sammeln! Nein, (hoffentlich) nicht in Flensburg sondern im REWE-Supermarkt Ihres Vertrauens. Nach dem Start des Bonuspunkte-Programms „Payback“ im Jahr 2001 hat sich nun tatsächlich auch die Kölner REWE-Gruppe dazu durchgerungen den Supermärkten  das Payback-Programm zu spendieren.

Am Montag, 10. März 2014 geht es los. Und die Kunden werden mit Werbung auf allen Kanälen bombardiert. Seit einigen Wochen kündigen kleine blaue Kugeln (nur von Kennern als Payback-Maskottchen zu enttarnen) mysteriös an, dass etwas in „ … Wochen/Tagen“ losgeht. Außerdem wurde in jeder noch so kleinen REWE-Bude ein großer roter Pappkarton aufgestellt, mit der Aufschrift „Hier entsteht ein neuer Service für Sie!“.

Wie der „Supermarktblog“ berichtete versteckt sich dahinter der Payback-Automat. Die REWE-Mitarbeiter werden sich, vor allem bei kleineren Märkten, vermutlich sehr freuen einen so ausufernden Elektrokasten aufbauen und betreuen zu dürfen. Auch die lästige Frage „Haben Sie Payback?“ wird in Kürze Mitarbeiter und Kunden von REWE nerven.

Lange Zeit war die SB-Warenhauskette real einziger Payback-Partner im Bereich Lebensmitteleinzelhandel, baute das System ab 2001 in Deutschland mit auf. Dann kamen 2012 die Bio-Märkte denn´s-Bio und Alnatura hinzu. Der Einstieg von über 3000 REWE-Märkten wird real allerdings noch deutlich mehr ärgern und Konkurrenz machen.

>>> Keine Angst liebe Klebe-Freunde, Treuepunkt-Aktionen laufen bei REWE wohl zu gut um von Payback abgelöst zu werden. Die Klebepunkte können Sie also weiterhin gegen Pfannen, Töpfe und Handtücher eintauschen! (Sehen Sie dazu wie der NDR aufdeckt, dass hinter den Marken bei den Sammelaktionen nicht immer Markenqualität steckt: http://www.dailymotion.com/video/xkoaiy_nepp-mit-pramien-produkten_news ) Aber: die REWE-Vorteilskarte, die es in den Testgebieten Saarland und Bodensee seit Kurzem gab, wird eingestellt.

>>> So geht’s:

Ab einem Mindesteinkaufswert von 2€ gibt es 1 Payback-Punkt der nach sehr langer Sammelzeit gegen merkwürdige Prämien oder halbwegs sinnvolle Einkaufgutscheine getauscht werden kann. Mehr dazu: https://www.payback.de/pb/id/22028/

Auf rewe.de gibt es mehr Infos, u.a. unter www.rewe.de/payback oder www.payback.de/rewe1000 oder www.rewe.de

 

>>> Wer nimmt teil?

Penny Markt nimmt nicht teil!

 

Der zweite Monat des Jahres 2014 ist gerade erst angebrochen, da bläst Discounter ALDI Süd schon wieder zum Angriff in einer neuen Runde des deutschen Discounter-Preiskampfes. Und das schon zum inzwischen 5. Mal in diesem Jahr. Erst vor genau einer Woche, am 25. Januar, senkte ALDI die Preise für Nüsse und Wein (JdB Blog berichtete). Jetzt purzeln schon wieder die Preise, diesmal bei einer größeren Anzahl an Produkten und teilweise um bis zu 1€! Eine bunte Mischung aus Dosenfisch, Öl und CD-Rohlingen gibt es ab dem 01.02. bei ALDI Süd, bei den anderen Discountern wohl erst später.

Wieder müssen also auch die Discounter-Konkurrenten mitziehen, aber auch die Supermärkte lassen sich vom neuen Preistreiber ALDI Süd mitreißen. Den Kunden freuts.

 

Übersicht der (bei ALDI Süd) im Preis gesenkten Produkte:

 

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Quelle: www.aldi-sued.de

Verfasst von: JdB Blog | 25. Januar 2014

Was ist los bei ALDI Süd? 3. Preissenkung in einem Monat

Was haben sich die Verantwortlichen des deutschen Ur-Discounters ALDI Süd bloß ausgedacht für das Jahr 2014? Ist es Teil eines geheimen Plans, die Konkurrenz mit einem Preissenkungs-Bombardement zu terrorisieren? Zum 25.01.2014, dem heutigen Samstag, purzeln bei ALDI Süd mal wieder die Preise und zwar zum 3. (!) Mal in diesem erst 25 Tage alten Jahr. Nach dem 03. Januar und dem 18. Januar werden nun am 25. Januar u.a. für das Getränk “Hugo” und Cashew-Kerne die Preise gesenkt. Eine merkwürdige Auswahl.

Noch merkwürdiger: Ausgerechnet der sonst so verschwiegene, zurückhaltende Discounter ALDI prescht in Sachen Preiskampf seit Anfang des Jahres vor. Und das mit erstaunlichem Tempo und Werbe-Budget. Während sich Schwester-Unternehmen ALDI Nord zwar dem Preissenkungsmarathon anschließt aber gewohnt unauffällig bleibt, haut ALDI Süd den Kunden seine Preissenkungen nur so um die Ohren. In den Filialen hängen jetzt für jedes im Preis gesenkte Produkt große rote Signal-Pfeile von der Decke (der Aufwand dafür ist vermutlich eine große Freude für die Filial-Mitarbeiter… ), vor allem aber im Internet und hier auf dem anscheinend von ALDI Süd inzwischen bevorzugten Vertriebskanal www.bild.de (Internetauftrifft der BILD-Zeitung) können die Kunden dem neuen Preiswahnsinn nicht entkommen. Riesige Werbeanzeigen mit einem extra neu entworfenen Design und dem neuen Motto “Typisch ALDI!” und “Preiskracher! Dauerhaft!” führen den Besucher zu www.aldisued.de Und weil ALDI Süd so schnell ist mit dem Schalten der Anzeigen (meist kurz vor Verkaufsstart am Samstag) findet man auf der angeklickten Seite noch nicht die neuesten im Preis reduzierten Produkte (z.B. jetzt noch nicht die vom 25.01.). Sogar im Fernsehen wurde schon über die teils drastischen Preissenkungen berichtet (Eier bis zu 0,30€ billiger).

Gezwungener Maßen werden auch die Konkurrenten mitziehen. Und der Preiskampf wird sich mehr und mehr verschärfen, zur Freude der Kunden, zum Leid der Hersteller und Lieferanten. ALDI war zwar fast immer der, der den Stein ins Rollen brachte, aber so intensiv und offensiv und vor allem so stark von ALDI Süd ausgehend gab es das noch nie.

 

> Auch sonst geht man im Marketing für ALDI-Verhältnisse ganz neue Wege, die (vor allem aus ALDI-Sicht völlig unnötige) Ausgaben verursachen: Zum Jahresende 2013 wurden kostenlos großformatige, hochwertige “Familienplaner” (Kalender für 2014) in den Filialen ausgegeben, ab dem 30.01. soll es in den Läden Gratis-Stundenpläne geben (https://www.aldi-sued.de/de/sortiment/stundenplan/)

 

>>> Die neuesten Preissenkungen bei ALDI Süd finden Sie HIER:  https://www.aldi-sued.de/de/sortiment/preissenkung/

 

Bei ALDI Süd so

Und ALDI Nord kopiert:

 

Verfasst von: JdB Blog | 21. Januar 2014

Preiskampf: Lidl wirft CocaCola-Produkte aus dem Sortiment!

 

Der Discounter Lidl hat Produkte der weltbekannten Marke Coca Cola, also Coca Cola in verschiedenen Sorten und außerdem Fanta, Sprite und Mezzo Mix, aus seinem Sortiment verbannt. Das berichtet die Zeitung “Die Welt”.

Als Gründe dafür werden einerseits ein von Coca Cola geforderte Preiserhöhungen genannt, andererseits die andauernden Preiskämpfe im Discounter-Bereich, die nicht nur bei Lidl gerne auch auf dem Rücken der Markenartikel ausgetragen worden sind.

So gab es nicht nur im letzten Jahr eine Preissenkung von Coca-Cola-Produkten von 0,99 € auf 0,89 € bei fast allen Discountern, auch in den Sonderangeboten wurde das Markenprodukt fast verramscht. Lidl hatte das Getränk vor Weihnachten zum Preis von 0,66 € im Angebot.

Derzeit sollen die Cola-Paletten wohl abverkauft werden, dann erwartet die Kunden der Discounterkette ( über 3300 Filialen; Marktanteil von rund 40 Prozent im Discount-Segment) eine Durststrecke, die sie entweder mit dem Konkurrenz-Markenprodukt “Pepsi” oder der Produktpalette der Lidl-Eigenmarke “Freeway” überbrücken müssen.

Wie lange die Durststrecke andauern soll ist ungewiss, von Lidl gibt es bisher zu dem gesamten Thema keine Stellungnahme, ob Lidl den Cola-Boykott allerdings lange durchhält bezweifelt  Handelsexperte Matthias Queck vom Beratungsunternehmen Planet Retail. “Ganz ohne Coca-Cola zu fahren ist für Lidl mehr als mutig. Kunden dürften wegbleiben.” Nach einer “Zeitstrafe” werde man sich wohl wieder einigen, erwartet der Experte.

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Und das ist nicht das erste Mal, dass die Schwarz-Gruppe (Lidl und Kaufland) gegen Markenhersteller rebelliert: Kaufland hatte im Sommer 2012 Krombacher (Bier) samt seiner Marken wie Schweppes und Orangina aus den Regalen geworfen und es ist bis heute dabei geblieben. Auch der Nudel-Hersteller Barilla hat es sich gründlich mit der Handelskette verdorben. Seine Produkte sucht man im Kaufland-Sortiment seit Jahren vergeblich.

 

>>> Mehr zum Thema:

Artikel in “Die Welt”: http://www.welt.de/wirtschaft/article124085571/Coca-Cola-bleibt-im-Preiskrieg-auf-der-Strecke.html

Damit müssen Lidl-Kunden sich jetzt anfreunden (Produkt-Website von Freeway): http://www.lidl.de/de/Freeway

 

 

 

 

Pünktlich zum Jahresanfang starten, mal wieder, die Supermärkte REWE, EDEKA und real eine groß angelegte Werbemaschine um ihre Discount-Eigenmarken bekann(er) zu machen. Meistens passiert das im Januar. So auch in diesem Jahr. EDEKA startet unter dem Motto “1000 Produkte günstiger als man denkt” ein Gewinnspiel rund um die Marke “Gut & Günstig” und hat einen neuen TV-Spot gedreht, REWE bewirbt in Prospekten und im Netz die Marke “ja!”, real legt seinem Prospekt einen mehrseitigen TiP-Flyer bei.

Die Discounter kann das kalt lassen, sie sind weiterhin sehr gut im Geschäft. Doch so ganz kampflos wollen die Supermärkte den Discounter das Eigenmarken-Feld nicht überlassen.

 

real:

EDEKA:
EDEKA Rhein - Ruhr - Wir lieben Lebensmittel  EDEKA - Internet Explorer 06.01.2014 235112
Das Gewinnspiel
REWE:
REWE.DE - Produkte & Infos - Internet Explorer - [InPrivate] 12.01.2014 143302
Verfasst von: JdB Blog | 12. Januar 2014

Neues in der Werbung: real und REWE Dortmund frischen sich auf

 

Pünktlich zum Jahresanfang hat sich die SB-Warenhauskette real eine leichte Auffrischungskur verpasst. Erstmals seit langer Zeit wurde das Wochenprospekt leicht überarbeitet, hier fällt vor allem auf, dass die Preisangaben nicht mehr in den Hausfarben Rot und Blau, angelehnt an das real-Logo, dargestellt werden sondern in Weiß in einem blauen Kreis.

Die Seiten mit themenbezogenen Waren (“Meistermetzger”/Hausbäckerei etc.) sind jetzt mit einer Art Schiefertafel-Hintergrund ausgestattet, die Preise sind hier weiß auf schwarz. Sämtliche Produkte im Prospekt sind jetzt von einem hellen kreis umrandet was die ganze Auswahl deutlich entzerrt und übersichtlicher macht.

Für die Kunden vor allem hilfreich: Die Zusatzangaben wie “Ab … Packungen je … €” und wieviel man im Vergleich zum Normalpreis spart sind endlich deutlich leichter zu erkennen.

 

NEU:

kaufDA - Einmal hin. Alles drin. - Internet Explorer - [InPrivate] 12.01.2014 135351

kaufDA - Einmal hin. Alles drin. - Internet Explorer - [InPrivate] 12.01.2014 135441

kaufDA - Einmal hin. Alles drin. - Internet Explorer - [InPrivate] 12.01.2014 135342

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Prospekt mit den alten Preisen, real-Logo aufgrund der Feiertage verändert

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Auch die Einkaufsgenossenschaft “REWE DORTMUND” (in Teilen von NRW ansässiges Unternehmen der REWE Group aber eigenständig in Einkauf und Verwaltung) wollte sich erneuern, und das im Gegensatz zu real deutlicher. Diese Verjüngungskur war auch mehr als nötig. Auffällig vor allem, dass jetzt erstmals nicht mehr das eigentliche REWE-Prospekt-Logo verwendet wird (rot auf weiß) sondern jetzt weißt auf rot (wie auf den Schildern am Markt; eingefasst in eine Art Preisschild) das auch alle anderen REWE-Märkte nutzen, insgesamt ist es übersichtlicher und besser gestaltet worden. Das bunte Durcheinander mit vielen Farben, Schriftarten etc. musste einer klaren, strukturierten Darstellung weichen. Auffällig: Die Preise werden jetzt in der REWE-Schriftart gestaltet, nicht mehr in Times-News-Roman als ob das Prospekt privat mit Paint gestaltet worden wäre. Bei den Überschriften bist man hingegen den Traditionen treu geblieben, auch das DIN-A4-Format, das die REWE-Märkte sonst nutzen, wurde nicht angenommen.

Das Beste: Man muss auf den Prospektseiten die Preise und Infos nicht mehr umständlich den abgebildeten Produkten zuordnen.

Auch die Internetseite wurde komplett umgestaltet: www.rewe-dortmund.de

 

Vorher:

Prospekt Rewe Dortmund Prospekt - Internet Explorer - [InPrivate] 12.01.2014 140049

 

Nachher:

 

httpwww.rewe-dortmund.deuploadsfilesdd7dfc96b2867841b2aee6100acd55bfc01afedc.pdf - Internet Explorer - [InPrivate] 12.01.2014 140239

 

Vorher:

Prospekt Rewe Dortmund Prospekt - Internet Explorer - [InPrivate] 12.01.2014 140139

 

Nachher:

httpwww.rewe-dortmund.deuploadsfilesdd7dfc96b2867841b2aee6100acd55bfc01afedc.pdf - Internet Explorer - [InPrivate] 12.01.2014 140249

 

Vorher:

Prospekt Rewe Dortmund Prospekt - Internet Explorer - [InPrivate] 12.01.2014 140124

 

Nachher:

 

httpwww.rewe-dortmund.deuploadsfilesdd7dfc96b2867841b2aee6100acd55bfc01afedc.pdf - Internet Explorer - [InPrivate] 12.01.2014 140841

 

IM VERGLEICH: So sieht das Prospekt bei fast allen anderen REWE-Märkten aus (REWE, City, Center):

 

Vollbildaufzeichnung 12.01.2014 141419

 

 

 

Die deutschen Discounter können es auch in diesem neuen Jahr wieder nicht lassen: Für einige Produkte aus dem Standard-Sortiment müssen die Kunden seit Samstag, 11.01., weniger bezahlen. Bisher haben die Discounter an der Preisschraube gedreht, von den Supermärkten war noch nichts davon zu sehen. ALDI Nord und Süd haben zum 11.01. vorgelegt und das auch schon im Internet und in den Tageszeitungen verkündet, Lidl, Penny, Netto & Co. werden wohl bald nachlegen, fangen aber mit der Werbung dafür erst später an. Ungewöhnlich intensiv bewirbt ALDI Süd diese Preissenkung, auf www.bild.de (Online-Portal der BILD-Zeitung) wird die Aktion an auffälliger Stelle beworben, was ALDI Süd sich bestimmt einiges kosten ließ. Bereits am 03. Januar wurden ohne große Werbung 4 Produkte im Preis gesenkt.

Die im Preis gesenkte Produktpalette umfasst  u.a. Eier, die drastisch billiger geworden sind, teilweise satte 0,30€.

 

Außerdem billiger: (Quelle: ALDI Süd / www.aldi-sued.de / bei anderen Märkten andere Marken und evtl. andere Preise )

 

 

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Wie das Wirtschaftsmagazin Handelsblatt heute, am 10.01., berichtete, hat der angeschlagene Weltbild-Verlag, größtenteils im Besitz der katholischen Kirche in Deutschland und der zweitgrößte Buchhändler in Deutschland, hat am Freitag einen Insolvenzantrag gestellt. Das teilte das Unternehmen in Augsburg mit. Auslöser sei vor allem ein Umsatzrückgang in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2013/14. Auch angesichts der in den kommenden drei Jahren erwarteten niedrigeren Einnahme habe sich der Finanzierungsbedarf für die Sanierung des Unternehmens verdoppelt. „Gestern hat sich entgegen der Erwartung der Geschäftsführung herausgestellt, dass die notwendige Finanzierung nicht zur Verfügung stehen wird“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung. Weltbild betreibt 300 Geschäfte, von denen viele rote Zahlen schreiben und beschäftigt 6300 Mitarbeiter.

Deswegen steht jetzt der Weg zum Amtsrichter am Sitz der Verlagsgruppe in Augsburg an. Pikant schon jetzt: Insolvenzverwalter wird die Augsburger Kanzlei “Scheider & Geiwitz und Partner”, diese Kanzlei hat bereits die Pleite der Drogeriemarktkette Schlecker abgewickelt und das nicht sonderlich erfolgreich, weder Schlecker noch IhrPlatz konnten gerettet werden. Jetzt könnte dieses Schicksal auch Weltbild drohen.

Verlagsgruppe Weltbild GmbH: Homepage

>>> Hugendubel nicht betroffen

Weltbild ist mit der Weltbild-Gruppe in der Finanzholding Deutsche Buch Handels GmbH zusammengeschlossen, jede Seite, Hugendubel und Weltbild, hält 50 Prozent. Sie betreiben gemeinsam das Filialnetz. Hugendubel bezeichnete die Insolvenz des Partners als „überraschend“, sei aber selbst nicht betroffen: „Die Insolvenz der Verlagsgruppe Weltbild, mit der uns eine jahrzehntelange, erfolgreiche und konstruktive Zusammenarbeit verbindet, nehmen wir mit Bedauern zur Kenntnis“, sagten die geschäftsführenden Gesellschafter Nina und Maximilian Hugendubel am Freitag gegenüber Handelsblatt Online. Die aktuelle Entwicklung sei nicht vorhersehbar gewesen, so die Geschwister Hugendubel: „Dennoch trifft uns die Nachricht nicht unvorbereitet.“ Hugendubel sei bereits in intensiven Gesprächen mit Geschäfts- und Finanzierungspartnern. Auf den Geschäftsbetrieb von Hugendubel habe die Insolvenz des Partners keine unmittelbaren Auswirkungen. „Wir sind mit unserer Geschäftsentwicklung – insbesondere mit dem abgelaufenen Weihnachtsgeschäft – sehr zufrieden und liegen im aktuellen Geschäftsjahr über Plan“, sagten sie.

Logo Hugendubel

 

>>> Wer ist insolvent, wer nicht?

Das ganze Unterfangen ist schwer zu durchschauen: Die Insolvenz betreffe nur die Verlagsgruppe, nicht die Filialen, außerdem auch nicht die Auslandsgesellschaften in Österreich und der Schweiz, da Weltbild dieses Geschäft über eine gemeinsame Tochterfirma in Zusammenarbeit mit dem in München ansässigen Buchhändler Hugendubel laufen lässt (DBH, Deutsche Buch Handels GmbH & Co. KG, mehr dazu weiter unten). Ebenfalls nicht betroffen sei der Internetbuchhändler bücher.de. Doch wie sollen die Weltblild-Filialen und weltbild.de eine Zukunftschance haben, wenn die Verlagsgruppe abgewickelt werden sollte? “Ob das Unternehmen weitergeführt werden kann, in Teilen verkauft oder ganz geschlossen werden muss, wird der Insolvenzverwalter ausloten.”, berichtet das Handelsblatt dazu schwammig. Weltbild betreibt 300 Geschäfte, von denen viele rote Zahlen schreiben.

 

Nicht betroffen: Logo bücher.de Logo Weltbild

 

>>> Viele Probleme führten zum Niedergang

 

Dazu kommen hausgemachte Probleme, die vor allem an Management und Eigentümern des Verlags liegen. Der seit Jahrzehnten für das Haus arbeitende Weltbild-Chef Carl Halff hat aus dem Buchhändler einen Allround-Anbieter gemacht. LED-Echtwachskerzen, Schminkutensilien, Adventskalender – all das sollte die Abhängigkeit vom margenschwachen Buchhandel mindern. Das Sortiment reichte vom Werkzeug-Koffer bis zur Unterwäsche. Zusätzlich ging Halff auf Einkaufstour: Als dicksten Fisch zog er 2006 Hugendubel an Land. Weltbild arbeite wie ein Versandhaus, heißt es. Das heißt: Sie erstellen einen Katalog, versenden ihn und warten dann auf die Bestellungen der Kunden. Der Prozess ist aufwendig und produziert Kosten, die reine Internethändler wie Amazon nicht haben. Schon Versandhäuser wie Quelle und Neckermann sind an diesen Strukturen zu Grunde gegangen.

Was seither fehlt, ist eine klare Fokussierung der Marke. „Uns ist der Leitstern abhanden gekommen“, heißt es aus dem Management der Weltbild-Gruppe selbstkritisch. Erfolge feierte zwar zuletzt der mit anderen Buchhändlern vertriebene E-Reader „Tolino“, der unter anderem mit der Telekom entwickelt wurde. Doch auch das reicht offensichtlich nicht aus.

Die Eigentümerstruktur hat die Probleme verschärft. Die Verlagsgruppe Weltbild gehört der katholischen Kirche. Zwölf Bistümer, die Soldatenseelsorge Berlin und der Verband der Diözesen Deutschlands konnten sich in den Verhandlungen der letzten Stunden nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen. In den vergangenen Jahren beschwerten sich die Eigentümer wiederholt über das ihrer Meinung nach allzu weltliche Angebot ihres Buchhändlers. Der freizügige Roman „Shades of grey“ durfte zunächst nicht vertrieben werden. Noch immer sind die Eigentümer zerstritten.

Nach Angaben von Insidern wurde auch vor dem Hintergrund der negativen Schlagzeilen über den Umgang mit Geld des Bistums Limburgs durch den in Ungnade gefallenen Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst darum gerungen, ob weitere Einnahmen aus der Kirchensteuer in den defizitären Verlag gesteckt werden dürften.

Die Summe, die zur Sanierung notwendig war, dürfte nach Einschätzung von mit der Sache vertrauten Personen dabei eher mindestens im unteren dreistelligen Millionenbereich liegen – zu viel für die Kirche. Ohne eine Kapitalspritze der Eigentümer spielten aber auch die Banken nicht mehr mit. „Die haben den Stecker gezogen“, sagte ein Verhandlungsteilnehmer am Freitag zu Handelsblatt Online.

Grund für die desolate Lage des Verlages, für den trotz zahlreicher Entlassungen noch immer rund 6300 Mitarbeiter arbeiten und der im Jahr 2012 einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro erwirtschaftete, sei außerdem die schleppende Umstellung auf ein neues Geschäftsmodell. Gegen Amazon als den größten Online-Händler in Deutschland hat Weltbild es schwer.

 

>>> Ende mit Ansage

 

Bereits im letzten Jahr hieß es, Weltbild könnte vor dem Ruin stehen. Am 09.09.2013 kursierte eine dementsprechende Meldung, die vom Weltbild-Konzern ganz klar dementiert wurde. Am 04.11.2013 hieß es dann offiziell, dass das Unternehmen von den Gesellschaftern 60 Millionen Euro zusätzliches Kapital erhalte, so sollte der Verlag auf längere Sicht wieder profitabel werden. Daraus wurde nichts, wie nun klar wird.

Auch schon lange Zeit vorher wurden durch Streitigkeiten bei der Kirche Schwierigkeiten laut, die Mitarbeiter wurden durch viele verschiedene Meldungen auf die Folter gespannt. 2011 hieß es wegen Zank um das Erotik- und Esoterikangebot von Weltbild, Weltbild solle verkauft werden: Die Gesellschafter (u.a. die Kirche) hätten die Geschäftsführer beauftragt, “ohne jeden Verzug entschlossen” einen Käufer für das Unternehmen zu finden. Doch daraus wurde nichts: Meldung von 2012 bei Spiegel Online: “Die katholische Kirche ändert ihre Meinung – was ja nicht so häufig passiert: Weltbild soll nun doch nicht verkauft werden. Der Verlag (…) soll jetzt in eine Stiftung umgewandelt werden.” So weit so gut. Doch dann kam die angebliche Pleite im letzten Jahr und nun die endgültige Insolvenz am heutigen Freitag. Da hilft nur noch beten…

 

>>> Weitere Infos:

 

http://www.spiegel.de/thema/weltbild/

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/buchhandel-hugendubel-nennt-weltbild-pleite-ueberraschend/9317042.html

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/zweitgroesster-buchhaendler-kirchen-laeuten-weltbilds-letzte-stunde-ein/9314716.html

www.weltbild.com

 

 

Verfasst von: JdB Blog | 7. Januar 2014

Im neuem Jahr: Neue Artikel im Blog! DEMNÄCHST

 

Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche Ihnen eine frohes und gesundes neues Jahr!

In Kürze erwarten Sie hier im JdB Blog einige interessante neue Artikel. Hier ein kleiner Überblick:

 

- REWE-Gruppe: Kosten sparen durch Einheitsbrei

- REWE räumt auf: Das Aus für die Marke toom: toom-Verbrauchermärkte werden REWE Center

- Neues in der Werbung: real,- und andere starten mit neuer Werbung ins neue Jahr

- Alle ja!hre wieder: Die Discounter-Konkurrenz schickt Eigenmarken ins Rennnen

u.v.m.

 

Bleiben Sie gespannt! DEMNÄCHST hier im Blog!

 

 

WordPress.com, Betreiber der Seite, auf der ich diesen Blog betreibe, hat auch in diesem Jahr wieder eine sehr aufwändige, schöne, interessante und aufschlussreiche Statistik angefertigt, die ich wieder sehr gerne mit Ihnen teilen möchte. Wenn Sie Interesse daran haben, mal hinter die Kulisse dieses Blogs zu schauen, empfehle ich Ihnen diesen WordPress-Jahresrückblick für den JdB Blog für das Jahr 2013.

Liebe Leserinnen und Leser des JdB Blog, ich wünsche Ihnen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und für 2014 alles, alles Gute!

Vielen Dank für über 19.000 Besucher im JdB Blog im Jahr 2013

und ich hoffe, Sie auch im nächsten Jahr, in 2014, wieder so zahlreich oder noch zahlreicher begrüßen zu dürfen!

PS: Aus terminlichen Gründen werde ich die Aktivität im nächsten Jahr in diesem Blog leider etwas zurückfahren müssen. Ich bitte im Voraus um ihr Verständnis

 

Klicken Sie HIER um den vollständigen Bericht zu sehen ODER AUF DAS BILD!

Hier ein kleiner Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 19.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 7 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicken Sie HIER um den vollständigen Bericht zu sehen.

 

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